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Nach der Rückkehr in die Bundesrepublik im April 1960 bildete diese Gruppe mit Ausnahme des Oberstleutnants Rall, der in den Führungsstab der Luftwaffe zurückkehrte, den Nukleus der 4. Staffel/Waffenschule 10, der F-104F Ausbildungsstaffel. Etwa gleichzeitig mit den ersten Piloten wurden auch mehrere Luftwaffentechniker in den USA auf die F-104 vorbereitet, und in Kaufbeuren an der Technischen Schule der Luftwaffe (TSLW 1) begannen die ersten Einweisungslehrgange. Die 4. Staffel der Waffenschule 10 wurde im Frühjahr 1960 nach einem Befehl des Ministeriums vom Januar 1960 aufgestellt. Der Führungsstab der Luftwaffe hatte sich für Nörvenich entschieden, da der Fliegerhorst Öldenburg, der Heimatstandort der Waffenschule 10, für die Aufnahme der F-104 nicht geeignet war. Fehlende Startbahnlange sowie die zu große Lärmbelastigung für die nahe Stadt waren die ausschlaggebenden Gründe für diese Entscheidung. Hauptmann Hans-Ulrich Flade wurde erster Staffelkapitän dieser nach Ende des Aufbaus etwa 350 Mann (inklusive Technik) umfassenden Großstaffel. Mit Hilfe von drei Fluglehrern der USAF, Major Walter Irwin, Captain Chuck Lloyd und Captain Bruce D. Jones, arbeitete man in den kommenden Wochen am Aufbau der Staffel und am Beginn des Lehrflugbetriebes. Die technische Seite wurde hierbei und auch in den folgenden drei Jahren von 20 Spezialisten (Technical Representatives) der Firmen Lockheed, General-Electric und Litton unterstützt. Die F-104F kamen ab Ende Mai 1960 zerlegt und in Kisten verpackt in Nörvenich an, wurden vor Ort von Lockheed-Personal und deutschen Technikern zusammengebaut und für den Flugbetrieb bereitgestellt. Am 14. Juli 1960 startete Bob Faulkner zum inoffiziellen Erstflug einer F-104F nach dem Zusammenbau in Deutschland. Öffiziell jedoch gab es diesen Flug erst am 22. Juli mit Bob Faulkner und dem Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Josef Kammhuber. Nach der Landung folgte ein großer Empfang im Beisein des Verteidigungsministers Franz-Josef Strauß und über 200 geladenen Gasten aus dem In- und Ausland. Die Luftwaffe war sichtlich stolz, mit diesem Tag hatte ein neues Kapitel in der Geschichte der Bundeswehr begonnen. Der erste F-104F Lehrgang der Waffenschule begann im September 1960. Teilnehmer waren ausnahmslos zukünftige Fluglehrer für die eigene Staffel: die Oberleutnante Jürgen Schulteß, Heinz Frye, Erhard Gödert, Dietrich Filsinger und Gunther Roedel. Im Anschluß Baran konnte man den ersten Lehrgang für Verbandsumschüler, alle vom Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke", begrüßen. Major Klaus Neumann und die Oberleutnante Siegfried Heltzel, Hans-Martin Mudrack, Peter Müller und Eckhardt Schilling durchliefen das circa 25 Flugstunden umfassende Training. Mit den Teilnehmern des nachfolgenden Lehrgangs, Fachbezeichnung PF-104F 2/61, wurde das deutsche Lehrpersonal der Waffenschule im Mai 1961 zahlenmäßig vervollständigt. Als weitere Fluglehrer stießen zur Waffenschule die Oberleutnante Bodo Koppe, Joachim Liedtke, Manfred Menzel, Dietrich Schlichting, Hermann-Josef Sensen, Wolfgang Strenkert, Lutz Tyrkowski und Erwin Willing. Der Beschluß der Konsortium-Fertigung und der anfängliche Mangel an Doppelsitzern bei den drei anderen Konsortium-Nationen hatte zur Folge, daß die Luftwaffe sich auch zur Ubernahme des Anfangstrainings von Piloten dieser Nationen bereit erklärte. Der Lehrerstamm wurde daher ab Anfang 1962 urn je ein bis zwei belgische, niederländische und italienische Piloten erhöht. Hauptmann Ton van Soest und Öberleutnant Henk Vendrig aus den Niederlanden, die Oberleutnante Camille Goossens und Rene Jansens aus Belgien sowie Hauptmann Vincenzo Paternico aus Italien rundeten als erste das multinationale Bild in Nörvenich ab. Hinzu kamen weitere Fluglehrer des „USAF-Advisory-Teams" wie Major Thomas Perfili und Captain Jon Speer.
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