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JaboG 33 Umrüstung: August 1962, Außerdienststellung: Mai 1985, Gesamtflugstunden: 231900 h |
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Die Geschichte des Verbandes begann mit der Umbenennung der Waffenschule 30 in das Jagdbombergeschwader 33 am 01. Juli 1958. Bis zum heutigen Tag ergibt sich dieser Umbenennung eine lebhafte Diskussion zwischen den Angehörigen des JaboG 3 „B" und des JaboG 33 darüber, wer nun den Anspruch erheben darf, der erste und älteste Einsatzverband der Luftwaffe zu sein. Am 20. Juni 1958, also 10 Tage vor dem JaboG 33 wurde das JaboG 31 in Dienst gestellt. Die WaSLw 30, der direkte Vorgänger des JaboG 33, erblickte jedoch schon im Herbst 1956 das Licht der Welt. Der Anspruch der Erstgeburt zwischen diesen beiden Jagdbombergeschwadern wird sicherlich auch zukünftig bestehen und von den Angehörigen der beiden Nachbargeschwader mit Überzeugung gefordert werden. Die 2. Staffel verlegte im September des Jahres für mehrere Wochen zum Luft-Luft Schießen nach Sylt. Nach der Rückkehr der beiden Fliegenden Staffeln begannen auf dem Fliegerhorst in der Eifel zusätzliche Baumaßnahmen für die NATO-Unterstellung in der nuklearen Einsatz-Rolle (Strike-Role). Neben der Schaffung des gesicherten Bereiches für die QRA-Alarmrotte (Quick Reaction Alert) musste in den folgenden Monaten ein nuklearen Waffenlager und ein Unterkunftsbereich für das amerikanische Wach- und Spezialpersonal geschaffen werden. Die ersten US-Soldaten dieser Einheit trafen schon Ende September in Büchel ein. Die NATO-Unterstellung des Verbandes erfolgte kurze Zeit später am 15. Dezember 1958. Am 24. März 1959 erzielte Oberfeldwebel Stöckmann für den Verband die 10.000. Flugstunde F-84F. Im Winter 1959/1960 begann das Geschwader mit der Bereitstellung einer nuklearen Alarmrotte (Quick Reaction Alert). Nach dem durch einen Wintersturm verursachten schweren Schaden an der QRA-Unterkunftsbaracke beendete Oberstleutnant Krupinski mit Zustimmung der vorgesetzten Dienststellen kurzfristig die QRA-Bereitstellung. Erst ab Frühjahr 1960, nach Reparatur und Verbesserung der QRA-Gebäude, wurde die nukleare Alarmrotte mit 15-Minuten-Bereitschaft wieder aufgestellt. Das JaboG 33 war somit der erste und gleichzeitig auch der einzige Luftwaffenverband, der mit der F-84F eine nukleare Einsatzrolle übernahm. Die vielen Wachtürme, Absperrungen und Sicherheitsmaßnahmen am Fliegerhorst Büchel in dieser Zeit batten auch zur Folge, dass man in der Luftwaffe scherzhaft von „Krupinskaja" als dem Standort des JaboG 33 sprach. Die MK 7 Nuklearwaffe wurde bei der F-84F am linken inneren Lastenträger befestigt. Zur Erhöhung der Reichweite plante man im Verteidigungsfall bei Flügen mit einer Nuklearwaffe, Zusatztanks an den anderen drei Lastenträgern mitzuführen. Im Übungsflugbetrieb wurden daher häufig Einsätze mit drei Zusatztanks unter den Tragflächen geflogen, um die Piloten mit dem Flugverhalten der F-84F in dieser „schweren" Konfiguration vertraut zu machen. Die Nuklearwaffen blieben hierbei stets am Boden in der Obhut des amerikanischen Spezialpersonals. Am 24. April 1960 flog Oberleutnant J. Kuebart den ersten F-84F MSQ-Einsatz des Geschwaders. Das MSQ-Kürzel stand fir einen von einer Boden-Radarstation geführten simulierten Strike-Angriff in mittleren Höhen. Hierzu war ein spezielles Cockpitinstrument ingebaut, ein vorgegebener Kurs musste eingehalten werden und der simulierte Bombenwurf erfolgte nach dem Erscheinen einer bestimmten optischen Anzeige. MSQ Einsatzverfahren erwiesen sich jedoch als nicht sehr Erfolg versprechend, und nach etwa einem Jahr wurden Trainingsflüge dieser Art eingestellt. Gegen Jahresende verlegte ein erstes Kommando zum Waffentraining nach Decimomannu/Sardinien. Ab Februar 1961 wurden der italienische Fliegerhorst und der nahe gelegene Luft-Boden-Schießplatz regelmäßig genutzt. Der Schwerpunkt des Waffentrainings lag hierbei in den Strike- Bomben-Abwurfverfahren HABS und LABS (High Angle und Low Altitude Bombing System). Am 05. September 1961 absolvierte die 1. Staffel erfolgreich ihre erste NATO-Überprüfung in der Einsatzrolle „Nuclear Strike". Kurze Zeit später reisten die ersten Flugzeugführer zur Starfighter Ausbildung in die USA. Für die nun beginnende Übergangszeit der Starfighter-Umrüstung des Geschwaders wurde am 01. Mai 1962 die 3. Staffel aufgestellt. Sie übernahm alle F-84F und die noch nicht zur Starfighter-Umschulung eingeplanten Flugzeugführer. Mit der 3. Staffel wurde die NATO-Unterstellung in der Einsatzrolle „Nuclear Strike" für etwa zwei Jahre aufrecht erhalten. Um den Mangel an qualifiziertem F-84F Personal für die Alarmrotte der QRA in diesem Zeitraum ausgleichen zu können, war bis zur Auflösung der 3. Staffel die zeitweise Kommandierung von Flugzeugführern der Jagdbombergeschwader 34 und 35 nach Büchel erforderlich. Am 22. Mai 1962 flog Oberleutnant Teichmann die 40.000. F-84F Flugstunde des Geschwaders, und im August 1962 trafen die ersten Starfighter des Geschwaders in Büchel Der F-84F Flugbetrieb wurde ab Anfang 1964 langsam reduziert. Am 01. Juli übernahm the 1. Staffel nach Abschluss der Starfighter-Umrüstung die NATO-Unterstellung bei gleichzeitiger Auflösung der 3. Staffel. Die verbliebenen F-84F wurden im Juli und August an die Versorgungsregimenter abgegeben, auf etwa 60.000 F-84F Flugstunden konnte das Geschwader im Anschluss zurückblicken.
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